Körperzentrierte Psychotherapie

Die körperzentrierte Psychotherapie


 "Wenn der Schuh passt, vergisst man den Fuß,
   wenn der Gürtel passt, vergisst man den Bauch,
   wenn das Herz stimmt, vergisst man das Für und Wieder"

                                                                                      
                                                                                       Chuangtse

In der körperzentrierten Psychotherapie wird mit den verschiedenen, miteinander verbundenen Sichtweisen über den Menschen gearbeitet.

Dadurch versteht man teilweise, wie der Körper Überzeugungen und Gefühle reflektiert und wie die Überzeugungen und Gefühle die Funktion von Muskeln, Organen und Stoffwechseln wiederspiegeln. Obwohl die beiden Bereiche von Geist und Körper tatsächlich auf verschiedenen Ebenen interagieren, ist keiner von beiden vorherrschend oder in alleiniger Kontrolle.

Der Therapeut ist nicht jemand, mit dem man eine Beziehung durcharbeitet, sondern er leitet und hilft, die eigene innere Welt zu beobachten und sich zu entfalten, um dann zur Seite zu treten.

Der Therapeut arbeitet auch direkt mit dem Körper und berührt ihn planvoll mit seinen Händen. Dabei versucht er nicht auf die Muskeln einzuwirken, sondern durch den Körper mit dem Geist zu interagieren.

Wenn er jemandes Schultern hält, tut er das nicht, weil die Schulter gespannt ist, sondern weil diese Gespanntheit vielleicht eine Reflexion der Tatsache ist, dass die Person sich fürchtet und weil er möchte, dass sie Zugang zu ihrer Furcht oder Ängsten findet.

Er arbeit nicht am Körper, sondern macht über den Körper den Geist zugänglich.

Der Therapeut schaut den Körper an, um viele Signale zu erkennen, die etwas über Gefühle, Stimmungen, Impulse und Bedeutungen aussagen. Es ist einfacher, diesen körperlichen Signalen zu vertrauen, als den Vorstellungen und Geschichten zu glauben.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft möglich ist, über eine Entspannung des Körpers eine psychische Entspannung herbeizuführen, was es dem Menschen ermöglicht mehr und offeneren Zugang zu Ängsten, Problemen und Traumen zu finden und diese aufzulösen.

Hervorragende Erfolge zeigen dabei die Entspannungsverfahren Autogenes Training so wie die Progressive Muskelentspannung.

Mit der Trance oder kann ebenfalls entspannend und psychotherapeutisch sehr gut gearbeitet werden.